Basler Fasnacht – Ein Erlebnis der besonderen Art

4:00 Uhr morgens: Basel. Bunt gekleidete Gestalten ziehen wie Glühwürmchen durch die verdunkelte Stadt, jeder von ihnen trägt eine Laterne auf dem Kopf. Es ist der Montag nach Aschermittwoch, alle Basler Straßenlaternen sind ausgeschaltet, um für eine verzaubernde Stimmung des „Morgestraichs“ zu sorgen.

Basler Fasnacht

Ein bunter Spaß

Mit diesem beginnt sechs Wochen vor Ostern die „Basler Fasnacht“, die größte Fasnacht der Schweiz. In den genau 72 Stunden bis zum „Ändstreich“ am Donnerstagmorgen ziehen die Narren durch die ganze Stadt. Zu Beginn trägt jeder Teilnehmer sein eigenes Kostüm, diese offene Kleiderordnung nennt sich auch „Charivari“. Später gibt es dann ein Thema für jede Gruppe, sodass innerhalb dieser alle einheitlich gekleidet sind. Masken, die unter Fasnachtlern Larven heißen, sind hierbei an der Tagesordnung. Auch kommt es häufig vor, dass man einer aus mehreren Donald Trumps bestehenden Narrengruppe begegnet. Gerade im vergangen Jahr hatten die Themen oft politischen Hintergrund. So wird sich spaßhaft über Politiker und Prominente lustig gemacht. Musikalisch untermalt wird die Fasnacht durch die Stimmung machenden Musikgruppen, zu denen Pfeifer- und Tambourencliquen, aber auch Guggenmusiker zählen. Ein besonderes Merkmal der Basler Fasnacht ist die strikte Trennung zwischen aktiven Fasnachtlern. Um die Fasnacht mitzuerleben gibt es Montag und Mittwoch eine Cortage, eine Parade, die einen Rundgang zwischen der Kleinbaseler Seite und der Altstadt macht.

Basler Fasnacht

Was sollte man als Besucher wissen?

Einen großen Erlös für die Cliquen stellt der Verkauf von Plaketten dar, deren Motive sich von Jahr zu Jahr unterscheiden. Eine Plakette kann für acht Franken, aber auch für 100 Franken von Besuchern erworben werden. Traditionelle Speisen der Fasnacht sind Mehlsuppe und Zwiebel- oder Käsewähe, die zur Basler Fasnacht in den meisten Wirtschaften und Restaurants angeboten werden. Auch ganz wichtig: Lernen Sie einige Begriffe aus dem „Schwyzerdütsch“, wie bspw. das Konfetti „Räppli“ genannt wird, da die reichen Schweizer früher mit kleinen Münzen (Rappen) um sich warfen. Ursprünglich war die Fasnacht ein Anlass, um noch einmal richtig zu feiern, bevor die Fastenzeit begann.

Heute ist es eine Tradition, an der Besucher aus der ganzen Welt teilhaben. 

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