Kulturstadt Basel!

Kulturstadt Basel!

Gerade mal 170.000 Einwohner zählt Basel. Dem steht der Ruf der Kulturhauptstadt der Schweiz gegenüber und der einer internationalen Messestadt und einer Rheinmetropole, die sich auf Lebensart versteht – Vielfalt, bei der Urlaub Spaß macht.

Wer durch die verwinkelten Gassen der Altstadt flaniert, wähnt sich schon bald im Mittelalter. Dicke Mauern, Kopfsteinpflaster und eine wunderbare Gelassenheit empfangen den Gast und entführen ihn in eine andere, vermeintlich bessere Zeit. Doch schon um die nächste Ecke umweht den Besucher die moderne Leichtigkeit der internationalen Kunstszene: Nirgendwo sonst auf der Welt findet man auf so kleinem Raum derart viele Museen, Galerien und Theater wie in Basel.

Wer dieses urbane Kleinod am südlichen Knie des Rheins erkunden will, macht dies am besten zu Fuß oder mit der Tram, dem Lieblingsgefährt der Basler. Das Auto sollte der Besucher dagegen tunlichst in der Tiefgarage lassen: Parkraum ist hier spärlich gesät, dafür gibt es umso mehr Platz für die schönen Seiten des Lebens. Und der will zu Fuß erkundet werden.

Kunst in Basel hautnah genießen

Ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang ist der Barfüsserplatz, der zugleich einer der wichtigsten Tramknotenpunkte ist. Jeden Donnerstag findet hier der sogenannte Neuwarenmarkt statt, auf dem der Besucher nach Herzenslust kramen und shoppen kann. Nur Lebensmittel gibt es hier nicht zu kaufen.

Wenige Schritte weiter verbreitet der Tinguely-Brunnen, auch Fasnachtsbrunnen genannt, neben der Kirche St. Elisabethen auf dem Theaterplatz mit dem Plätschern seiner Wasserfontänen eine entspannte Atmosphäre. Ein guter Ort, um an einem heißen Sommertag die Füße und das Gemüt zu kühlen: einfach eine freie Bank suchen und den mit Wasser spielenden Masken bei ihrem feuchten Treiben zuschauen. 1977 eingeweiht, ist die Maschinenskulptur des Schweizer Künstlers Jean Tinguely zu einem gefragten Treffpunkt für Einheimische geworden. Hier lässt sich der Alltag der Basler ganz hautnah erleben. Es geht gemütlich, fast mediterran zu. Von großstädtischer Hektik keine Spur. Im Winter bildet der Brunnen sein ganz eigenes Kunstwerk, dann nämlich bilden sich an den Fontänen wunderbare Eisskulpturen.

Rheinbrücke Basel - Ramada BaselEin Muss für Kunstliebhaber in Basel

Solchermaßen erfrischt, freut sich der Flaneur auf noch mehr Kultur: Hinter dem Neubau des Schauspielhauses findet er die Kunsthalle, die sich mit zeitgenössischen Ausstellungen und Multimediainstallationen einen Namen gemacht hat. Die Straße ein Stück weiter hinauf befindet sich das Kunstmuseum, das internationale Reputation genießt: Die Ausstellung umspannt einen weiten historischen Bogen vom 15. Jahrhundert bis in die Neuzeit: Arbeiten von Lucas Cranach d. Ä. lassen sich hier genauso bestaunen wie berühmte Werke der Kubisten oder deutschen Expressionisten. Für jeden Kunstliebhaber ein Pflichtbesuch!

Der gebürt auch dem nur wenige hundert Meter entfernten Münster, dem Wahrzeichen der Stadt, dessen bauliche Wurzeln bis in das Jahr 1019 reichen. Der Weg dorthin führt über ein uriges Kopfsteinpflaster, auf dem man wandelt wie ein Büßer im 15. Jahrhundert. Geeignetes Schuhwerk sei also empfohlen, ansonsten wird schon der Weg zu einem Martyrium. Ein solches könnte der Aufstieg der 115 Stufen hinauf auf die beiden Kirchtürme sein. Aber es ist die Mühe wert: Von hier oben bietet sich ein fantastischer Blick auf die gesamte Stadt und den Rhein. Bis zum großen Erdbeben von 1356 besaß der romanisch-gotische Bau sogar fünf Türme. Die hohen Kirchenschiffe beeindrucken im Inneren des Münsters mit ihrer Mischung aus heller Schlichtheit und dem kunstvoll verwendeten roten Sandstein.

2.000 Jahre Basel

Für die weniger Gottesfürchtigen und vor allem für die Kleinen ist danach ein Besuch im exquisiten Naturhistorischen Museum angezeigt. Hier lassen sich riesige Dinosauriermodelle bestaunen, ebenso wie ein kiloschwerer goldschimmernder Gesteinsklumpen, auf den ein Goldsucher im Jahr 2000 in einer Quarzader in Graubünden stieß. So mancher Museumsbesucher würde sich bei diesem Anblick wohl am liebsten gleich selbst auf Schatzsuche begeben.

Doch vorher sollte man noch im prächtigen Rathaus vorbeischauen, das mit seinem roten Sandstein und der bunten Bemalung ein Kunstschatz für sich ist. Insbesondere, wenn die Sonne dessen Fassade in rot-goldenes Licht taucht. Ein Anblick für die Götter. Im Innenhof sind herrliche Fresken und eine Statue des römischen Feldherrn Lucius Munatius Plancus zu besichtigen, der 44 v. Chr. hier eine Kolonie gründete und so den Grundstein für die heutige Stadt legte. Ihm haben die Basler bereits 1580 ein Denkmal gesetzt.

Freihafen: Hier weht der Duft der großen weiten Welt. Gleich vier Häfen machen Basel zu einem wichtigen Logistikstandort für die Rheinschifffahrt. Es ist der Zugang der Schweizer zum Meer – auch wenn das noch weit weg ist. Dennoch herrscht hier eine Atmosphäre ähnlich wie am Hamburger Hafen.

Amphitheater: Ein Relikt der alten Römer, das einst 6.000 Zuschauern Platz bot. Zur Blütezeit der römischen Kolonie Augusta Raurica lebten hier rund 20.000 Menschen, die sich in dem beeindruckenden Amphitheater die Zeit vertrieben. Heute ein Museum, das den Besucher in die Zeit des römischen Imperiums zurückversetzt.

Messehallen: Hier trifft sich jedes Jahr im Juni die internationale Kunstszene zur Art Basel, der weltweit wichtigsten Kunstmesse. In drei Hallen präsentieren 300 Galerien aus aller Welt Werke des 20. und 21. Jahrhunderts.

Der Rhein verbindet

An der Rheinbrücke ziert der sogenannte Lällekönig die Ecke des Hauses Schifflände 1. Das Original, eine Maske mit Krone, schmückte einst das Stadttor und steckte mittels eines Uhrwerks in regelmäßigen Abständen seine „Lälli“ – auf Deutsch: die Zunge – raus. Diese abfällige Geste galt den Einwohnern des rechtsrheinischen Ufers in Kleinbasel, denen sich die reichen Großbasler überlegen fühlten. Heute treibt die Originalmaske ihr Unwesen im Historischen Museum und macht sich über die Touristen lustig.

Die Animositäten zwischen den links- und rechtsrheinischen Baslern sind natürlich längst Geschichte. So kann man heute bequem mit der Klingentalfähre auf die andere Flussseite gelangen. Nach einem kurzen Spaziergang gelangt man hier hinter der Mittleren Rheinbrücke zur sogenannten Basler Riviera. Hier, auf der Sonnenseite der Stadt, kann man von einer lang gezogenen Steintreppe auf den angenehm sauberen Rhein schauen, die Silhouette des Münsters auf sich wirken lassen oder einfach die warme Nachmittagssonne genießen. Natürlich kann man hier auch einfach den ganzen Tag sitzen, ein kühles Eis schlecken und den Spaziergang einfach im Geiste an sich vorüber ziehen lassen. So würde es wohl ein echter Basler machen – und den emsigen Touristen heimlich die Zunge ausstrecken.

Übernachten in Basel

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